Tipps & Tricks

Nähen mit Wachstuch

Wachstuch kennt ihr alle aus Omas Schrebergarten, wo es uns als robuste und wetterfeste Tischdecke treue Dienste leistet. Die Zeiten der schnöden Blümchentischdecke sind zum Glück vorbei und Wachstuch kommt in allerlei hübschen Farben und Mustern daher.

Ihr könnt einfarbiges und gemustertes Wachstuch im Baumarkt zum Spottpreis erstehen. Oder ihr bestellt es euch online, geht zum Textilhändler eures Vertrauens… Die Beschaffungswege sind vielfältig. Ihr solltet jedoch darauf achten, dass das Material nicht bis zum Himmel stinkt. Je nach Produktionsort und Gewissen der Umwelt gegenüber geht man mal mehr, mal weniger verschwenderisch mit Chemikalien um und der Geruch kann zwischen -leicht nach Gummi- und -drei Meter gegen den Wind muffeln- stark variieren. Wenn ihr sicher gehen wollt, dass ihr Wachstuch verwendet, dass unter Ausschluss von umweltschädlichen Produktionsweisen und Chemikalien hergestellt wurde, dann schaut, ob es das OEKO-TEX® Siegel trägt.

Achtet beim Kauf übrigens auch darauf, dass ihr die Materialdicke danach wählt, was ihr nähen wollt. Wachstuch ist so vielfältig in der Verwendung, wie eure Ideen es sind. Da es robust und fest ist, kann es als standfestes Material für Utensilos verwendet werden. Seine wasserabweisende Oberfläche macht es zum idealen Material für Dekoartikel im Bad- und Küchenbereich. Seid kreativ! Selbst Taschen könnt ihr aus Wachstuch nähen!

Beim Nähen ist so Einiges zu beachten: Je nach Dicke kann es schon vorkommen, dass eure Nadel streikt. Vor allem wenn ihr ein Produkt näht, dass innen und außen aus Wachstuch besteht und ihr über die Nahtzugabe holpert. Auf diese Weise sind mir schon Nadeln abgebrochen, der Faden hat sich in der Spule verfangen und das ganze Stück landete in der Tonne 🙂

Wichtig ist, dass ihr eine Nadel wählt, die etwas mehr aushält. Die Jeans- und Ledernadel sind hierfür treue Begleiter. Die Stichlänge stelle ich meist auf 2 bis 3 ein, denn wenn die Stiche zu knapp gesetzt sind, perforiert ihr das Wachstuch. Ganz schnell reißt es euch dann beim Wenden oder späteren Benutzen ein und eure ganze Mühe war umsonst.

Näht langsam und mit Bedacht. Wenn ich zur Nahtzugabe komme, gebe ich einmal kurz Gas, damit die Nadel flott darüber rutscht. Nur ziehen sollte man nicht, das hält Wachstuch zwar aus, aber die Nadel eurer Nähmaschine nimmt euch das forsche Vorgehen schnell übel, verbiegt sich oder bricht gleich ganz. Im Großen und Ganzen ist bei Wachstuch auf jeden Fall etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Angst muss man vor dem Material dennoch nicht haben. Der Zuschnitt ist kinderleicht und Schnittmuster können einfach mit einem Stift auf der beschichtete Rückseite aufgezeichnet werden.

Noch ein Tipp zum Schluss: Verwendet am besten Wonder Clips (Stoffklammern) wenn ihr Wachstuch abstecken wollt. Stecknadeln hinterlassen im Material sofort Löcher, die man auch ziemlich auffällig sieht. Wonder Clips könnt ihr bei zahlreichen Händlern kaufen und sind eine lohnenswerte Anschaffung – besonders wenn ihr häufiger mit Wachstuch arbeitet.

Viel Freude beim Nähen und schreibt mir ruhig mal, ob ihr noch Tipps und Tricks kennt im Umgang mit Wachstuch! Oder auch, was für tolle Nähideen ihr habt!

1 thought on “Nähen mit Wachstuch”

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