Nähen und Co., Umweltschutz <3

Jeder Tag sollte Weltumwelttag sein!

Der 5. Juni steht ganz im Zeichen der Umwelt, es ist der Weltumwelttag!

Natürlich sollten wir alle nicht nur an diesem Tag auf umweltbewusstes Handeln achten, aber ab und zu brauchen wir einen Stüber in die richtige Richtung. Gut, dass wir heute daran erinnert werden.

Ich selbst bemühe mich immer mehr, Lebensmittel ohne Verpackung zu kaufen und diese aus regionalem Anbau und wohnortnaher Herstellung zu beziehen. Es klappt nicht immer, jedoch sehe ich immer mehr kleine Fortschritte, die mich froh machen. Früher war beispielsweise mein Badregal voll von Tuben und Cremes und Döschen. Von schätzungsweise 20 Kosmetikprodukten in Plastikverpackungen sind nun nur noch drei geblieben. Vielleicht finde ich hierfür auch noch eine Lösung. Statt Shampoo nutze ich heute Haarseife; eine kleine Veränderung, die viel Plastikmüll spart. Wichtig ist, dass man erst einmal anfängt auszumisten und zu hinterfragen, was wirklich nötig ist. Und wenn ihr jetzt denkt, 20 Produkte in Plastikverpackungen im Bad stehen zu haben ist viel, dann geht mal in euer Badezimmer und fangt an zu zählen! Ihr werdet verblüfft sein, was sich dort alles findet! So viel Körper hat man gar nicht, wie man Pflegeprodukte besitzt! 😉

Mit Argumenten wie: „Was kann ein einzelner Mensch schon ausrichten!?“, kann ich nicht viel anfangen; darauf hat der Dalai Lama einmal mit einem schönen Satz geantwortet:

„Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“.

 Super Antwort! 🙂

Da Umweltbewusstsein und vor allem umweltbewusstes Handeln immer ausbaufähig ist, möchte ich euch heute einen Stüber geben, damit euch vielleicht bewusst wird, was wir beim Stoffkauf so anrichten. Oder vielleicht motiviere ich euch ein kleines bisschen, denn eigentlich habt ihr schon länger im Kopf, dass da so einiges im Argen ist.

Beim Kauf von Stoffen und Nähzubehör solltet ihr euch folgende Fragen stellen:

  • Muss ich Stoffe wirklich online bestellen oder kann ich stattdessen meinen lokalen Stoffhändler unterstützen?
  • Muss es der schicke Stoff aus Amerika, China oder Japan sein? Wirklich?
  • Wie wurde der Stoff hergestellt und gefärbt? Was weißt du über Produktion und Verschiffung?
  • Muss ich beispielsweise Kordeln immer als Stückware bestellen oder gibt es Großpackungen?

Euer lokaler Stoffhändler kann euch mit Sicherheit den Stoff eurer Wahl bestellen. Der Vorteil: Er bestellt in großen Mengen. Das spart einerseits Verpackung und andererseits bedeuten weniger Transportwege gleichzeitig Schonung der Umwelt.

Schöne, ausgefallene Stoffe… Die meisten Stoffe die wir online kaufen können, haben schon Länder gesehen, die wir vielleicht nie bereisen werden. Eine Produktion in Deutschland wäre schlichtweg zu teuer. Zumindest wenn wir Stoffe weiterhin zu Spottpreisen kaufen möchten. Also finden die Stoffe ihren Weg übers Meer von Asien nach Europa und werden dort in verschiedene Lager transportiert. Das ist ja eigentlich schon umweltschädlich genug. Nun kommt aber noch hinzu, dass wir die Stoffe aus verschiedenen Ländern Europas importieren. Also wird der rosa Jersey aus Holland nach Deutschland geflogen weil er 0,50 Cent billiger ist, die geblümte Baumwolle aus Polen nach Deutschland gefahren weil er Blümchen in einem anderem Farbton hat und der dänische Zulieferer verschickt erst alles nach Berlin, von wo aus anschließend ganz Deutschland beliefert wird. Ein einziger Wahnsinn!

Interessiert uns da eigentlich noch die Herstellung des Materials? Wahrscheinlich überkommt uns ein mulmiges Gefühl, wenn der Stoff irgendwie chemisch riecht. Naja… Wird er eben gewaschen und schon ist das Gewissen wieder rein. Dass die Chemikalien dennoch im Stoff verbleiben, versuchen wir zu verdrängen. Ebenso, dass beispielsweise in Indien Chemikalien zum Bleichen und anschließenden Färben der Stoffe eingesetzt werden, die in Deutschland längst und aus gutem Grund verboten wurden.

Ich habe für mich beschlossen, viel weniger, mit etwas Willenskraft vielleicht sogar irgendwann gar nicht mehr, online zu bestellen. Wenn ich zum Stoffhändler meines Vertrauens gehe, kann ich den Stoff befühlen, ich erhalte eine Beratung und kann erfragen, woher der Stoff stammt. Es ist natürlich nicht so bequem, wie vorm heimischen Computer und vor allem geht manches nicht jetzt, gleich und sofort, aber langfristig gesehen, habe ich ein viel besseres Gefühl dabei.

Ich möchte nicht alle Onlineportale verteufeln, das sei dazu gesagt! Es gibt viele hochwertige Angebote für Stoffe und diverse Nähutensilien. Doch wenn ich mich auf mein Fahrrad setze, in die Innenstadt radle, schöne Stoffe kaufe und freudig zurück nach Hause fahre, haben die Umwelt und ich mehr davon, als wenn mir der Postbote aus seinem dieselbetriebenen Transporter einen Pappkarton überreicht, in dem in Plastik eingeschweißte Stoffe nochmals verpackt sind.

Gute Vorsätze kann man nicht nur zum Jahreswechsel kreieren. 🙂  Kein Mensch allein kann die Welt retten, aber jeder kann beginnen, die Welt ein kleines Stück schöner werden zu lassen. Indem man etwas tut. Oder etwas weglässt.

HIER könnt ihr euch die wichtigsten Umweltzeichen und Labels ansehen.

Und HIER meinen Blogbeitrag zum Thema „Upcycling“.

Bis bald!

Eure Ina :-*

 

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