Anleitungen, Wie wird´s gemacht?

Arbeiten mit einem Schnittmuster

Wenn ihr das Gefühl habt, so ziemlich alle Ideen für Nähanfänger schon einmal genäht zu haben und ihr euch nun endlich an euer erstes selbst genähtes Kleidungsstück heranwagen wollt, werdet ihr um die Arbeit mit Schnittmustern nicht herumkommen. Ich möchte euch gern ein, zwei Tipps geben, damit es gleich beim ersten Mal ein erfolgreiches Unterfangen wird.

Sicher habt ihr euch schon ein Schnittmuster ausgesucht und auch schon die passenden Stoffe dazu Zuhause liegen. 🙂  Beides lag bei meinem ersten größeren Nähprojekt mehrere Wochen herum weil ich Sorge hatte, den teuren Stoff falsch zuzuschneiden. In einem Moment der Ruhe habe ich mich dann herangewagt, alles beiseite geschoben und es mir mit meinem Schnittmuster auf dem Fußboden bequem gemacht.

Das Schnittmuster hatte ich mir online bestellt, es wurde mir nach dem Bezahlvorgang per pdf-Datei zugeschickt und es gab eine kurze Anleitung zum Ausdruck dazu. Diese ist sehr wichtig, denn das Schnittmuster muss in Originalgröße ausgedruckt werden. Überprüft vorher, dass bei eurem Drucker nicht „automatisch anpassen“ oder eine ähnliche Funktion eingestellt ist!

Lest vorab die Beschreibung gut durch, denn es ist eigentlich immer erwähnt, an welchen Stellen ihr eine Nahtzugabe hinzufügen müsst, wieviel Zentimeter der Saum messen wird und wo keine Nahtzugabe dazugerechnet wird. Klingt jetzt kompliziert, ist es aber gar nicht.

Die ausgedruckten Blätter des Schnittbogens sind nummeriert, so dass ihr schnell seht, welche Blätter zueinander gehören. Es gibt außerdem Markierungen, die anzeigen, wie die einzelnen Blätter aneinander gelegt und zusammengeklebt werden. Zum Zusammenkleben nutze ich durchsichtiges Klebeband, markiere mir vorab die Schnittlinien farbig und schneide erst dann den eigentlichen Schnitt in meiner Größe plus Nahtzugaben aus. Als erstes Projekt habe ich mir übrigens einen Fledermauspullover von schnipp-schnapp-Schnittmuster ausgesucht, wie ihr auf den Bildern unten sehen könnt. Er war recht schnell genäht und eignet sich wirklich gut für Nähanfänger. Die Erklärungen im Blog, den ich euch markiert habe,  sind die gleichen, die man auch zum Schnittbogen findet. Es ist alles bebildert und verständlich erklärt. Das gilt natürlich nicht für alle Schnittmuster, die man im Internet findet. Hier habe ich – als Nähanfängerin – aber gute Erfahrungen gemacht.

Noch ein paar Worte zu den wichtigsten Begriffen, die euch vielleicht in einer  Nähanleitung begegnen werden:

  • Im Stoffbruch schneiden: Für symmetrische Schnittteile ist oftmals nur die Hälfte des Schnittes abgebildet. Das seht ihr zum Beispiel oben auf dem Bild zum Fledermauspullover. Der Stoff liegt doppelt und der Schnittbogen wird genau an der Stoffkante angelegt. So könnt ihr mit einem Schnitt die Vorder- oder Rückseite eures Pullovers völlig symmetrisch zurechtschneiden. Achtet darauf, dass ihr den Stoff absolut faltenfrei hinlegt. deshalb bin ich auch auf den Fußboden umgezogen 🙂 Jersey solltet ihr noch eine Weile ruhen lassen, da er sich durch das Hinlegen etwas dehnt und verziehen kann.
  • Naht- und Saumzugabe: Die Nahtzugabe braucht ihr, weil das Schnittmuster nur eure Größe enthält. Ihr müsst ja aber auch noch nähen und da euer Kleidungsstück sonst zu eng werden würde, nehmt ihr einfach etwas Nahtzugabe hinzu. Meist rechnet man mit einem Zentimeter. Seht aber, ob in eurer Anleitung vielleicht etwas anderes steht. Für Säume habe ich zum Beispiel schon verschiedene Angaben gesehen. Meist sind es zwei bis drei Zentimeter.
  • Rechte und linke Stoffseite: Die schöne Stoffseite, die später für alle sichtbar sein wird, ist die rechte Seite. Innen demnach die linke. Wenn also in der Anleitung „rechts auf rechts legen“ steht, legt die schönen Außenseiten aufeinander.

Ich wünsche euch viel Erfolg bei eurem ersten großen Nähprojekt! Ihr schafft das! 🙂

 P.s. Wenn ihr euch ansehen möchtet, was ich sonst noch so nähe, schaut doch mal bei InstagramFacebook oder ebay vorbei! 

 

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