Gut vorbereitet zum Stoffmarkt

Stoffmärkte laden zum Stöbern und vor allem zum Kaufen ein.

Damit ihr nicht völlig überfordert und gestresst zwischen all den Näher*innen hin- und herstolpert, euch von einem Wühltisch zum nächsten schieben lasst und euer Budget hoffnungslos übersteigt, habe ich einige Tipps für euch zusammengestellt, die das Ausrasten beim Stoffekauf verhindern sollten.

 

  • Zunächst einmal: Habt einen Plan!

Was braucht ihr wirklich? Welches Nähprojekt steht an? Vielleicht werdet ihr letztlich etwas mehr kaufen, als ihr zunächst vorhattet, denn die Auswahl auf Stoffmärkten und Stoffmessen ist meist sehr groß und der Wille schwach 😉 . Damit ihr über der großen Auswahl nicht das Eigentliche vergesst, nehmt euch einfach einen kleinen Merkzettel mit.

  • Die Wahl der Tasche…

Nehmt eine große Tasche mit, in die mindestens das hineinpasst, was ihr wirklich kaufen möchtet und lasst euch bitte, bitte keine Plastiktüten andrehen. Das braucht weder ihr noch unsere Umwelt! Packt euch lieber einen Stoffbeutel ein. Aber eigentlich wollt ihr ja nur das Nötigste kaufen… Stimmt’s? 😀

  • Gibt es die richtige Zeit?

Ich bin mir nicht so sicher, ob der frühe Vogel den schmackhaftestenWurm fängt. Natürlich habt ihr morgens die Chance, in der größtmöglichen Stoffauswahl zu stöbern. Allerdings teilt ihr euch das Revier mit vielen, vielen anderen Näher*innen, die sich genau das gleiche dachten. Ist es das wert? Schließlich ist Stoffmarkt nicht nur einmal jährlich und es gibt sicher auch in eurer Stadt einen Einzelhändler, der nicht nur schöne Stoffe anbietet, sondern vielleicht auch etwas für euch bestellt. Manchmal ist es sogar sinnvoll, erst kurz vor Ende der Marktzeit zu kommen; es war ein langer Tag und die Händler*innen haben keine Lust, alles wieder einzupacken und mit nach Hause zu nehmen. Manchmal sind sie dann beim Preis etwas nachgiebiger.

Und damit komme ich zum…

  • Drängeln und schubsen…

Puh! Manchmal denke ich, es muss ja das super Sonderangebot schlechthin geben, wenn ich sehe, wie die (hauptsächlich) Damen sich um einen Wühltisch drängen und sich Kinderstoffe zum (vermeintlich) günstigen Preis aus den Händen reißen. Auch hier frage ich mich: Ist es das wert? Sind die Stoffe tatsächlich so günstig?  Nicht überall, wo eine Traube Menschen steht, steckt wirklich ein Sonderangebot dahinter. Lasst euch nicht einfach von Schildern wie „4 für 3“ verlocken nur weil es andere tun. Macht es euch gemütlich auf dem Stoffmarkt! Schließlich seid hier nicht hier zum Schlagabtausch, sondern um schöne Stoffe zu finden.

  • Kauf nicht am erstbesten Stand!

Nehmt euch die Zeit, über den gesamten Stoffmarkt zu schlendern, bevor ihr euch zum Kauf entschließt. Erstens könnt ihr dann das gesamte Angebot überblicken und zweitens die Preise vergleichen. Ist nur noch ein kleiner Stoffrest übrig, dann schlagt natürlich zu; aber wie wahrscheinlich ist das? Die meisten Stoffe sind in großer Meterzahl vorhanden, sodass ihr ganz entspannt später wiederkommen könnt.

  • Legt ein Budget vorher fest!

Nehmt bestenfalls nur so viel Bargeld mit, wie ihr tatsächlich und höchstens ausgeben möchtet! Ziel ist nicht, das komplette Budget auszugeben, sondern schöne Stoffe zu finden! Wer auf Nummer sicher gehen möchte, lässt auch die EC-Karte zuhause.

  • Informiert euch vorab über Preise!

Im Eifer des Gefechts neigt man auf Stoffmärkten gern dazu, zum schönen Stoff zu greifen, ohne auf den Preis zu achten. Oder ihr vergleicht wirklich gut die Preise, achtet aber nicht auf die genaue Größe des Stoffes, den ihr kauft. Seht euch vorher im Einzelhandel und online um, was ein Stoff dieser Art durchschnittlich kostet. Im Vergleich zum Onlinehandel darf der Stoff etwas mehr kosten – schließlich spart ihr euch die Versandkosten.

Ich hoffe, meine Tipps haben euch geholfen, ihr könnt entspannt über den nächsten Stoffmarkt schlendern und findet, was ihr (wirklich) braucht! 😉

Eine Linksammlung zu Stoffmärkten in eurer Umgebung findet ihr hier.

Viel Spaß bei eurem nächsten Nähprojekt!

 

 

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